Die häufigsten Brandursachen in Deutschland

Jedes Jahr kommt es zu unzähligen Bränden im Haushalt. Doch was sind die häufigsten Ursachen? Das Kieler Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer hat hierzu eine Statistik erstellt. Dabei werden allerdings lediglich die Fälle aufgezeigt, bei welchen die Brandursache anfangs unklar erscheint und eine Untersuchung notwendig ist. Trotzdem gibt die Statistik der über 1300 ausgewerteten Brände einen guten Überblick der Ursachen.
Blickt man auf die Statistik, steht die Elektrizität mit 33 % an erster Stelle. Vor allem defekte Geräte, die Überhitzung der Kabel und Kurzschlüsse verursachen Brände. Ebenso gefährlich kann es werden, wenn Mehrfachsteckdosen hintereinander geschalten und damit die Steckdosen der Wohnung/des Hauses überlastet werden. Benutzen Sie daher am Besten lediglich Produkte mit Prüfsiegeln (CE-, GS-, VdS-Zeichen) und lassen die defekten Geräte fachgerecht reparieren oder tauschen sie aus. Nur so können Sie sich sicher sein, dass das Gerät nicht die Brandursache ist.
Neben den 21 % der unbekannten Ursachen steht der Mensch mit 17 % an 3. Stelle. Hier sind vor allem das unbeobachtete Bügeleisen, der Herd oder der Kaminofen zu benennen, oder wie oft dachten Sie sich, das kann ich noch schnell erledigen? Genau diese unbeobachteten Momente können brennbare Dinge in der Nähe entzünden. Besonders in der Weihnachtszeit ist dieses Phänomen zu beobachten und wird mit ca. 40 % mehr Schadensanzeigen belegt.
Das vergessen des angestellten Herds, das Anschalten der falschen Platte oder auch das Erledigen anderer Dinge während dem Kochen führen zu diversen Brandszenarien. Daher ist die Küche auch der Ort mit den meisten zu verzeichnenden Bränden. Bleiben Sie daher immer vor Ort, versichern Sie sich das der Herd aus ist und erledigen Sie dann Weiteres. Und nicht vergessen: Falls es doch zu einem Entzünden des Fetts kommt, nicht mit Wasser löschen! Ersticken Sie das Feuer lediglich mit dem Deckel, einer Decke oder wählen Sie die 112.

Quelle: Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer

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